Interview

Die Digitalisierung meistern

Die Arbeitswelt verändert sich – und manche Arbeitsumgebungen besonders. Wie gelingt dieser Prozess in Unternehmen? Wie holt man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bord? Die beiden Professoren Eric Grosse und Stefan Morana von der Universität des Saarlandes geben Antworten. 
 

[mehr]



Mitarbeiterzentrierte Assistenzsysteme für die manuelle Montage - Systematische Evaluation von Montageassistenzsystemen

Dennis Keiser, Christoph Petzoldt, Thies Beinke, Michael Freitag und Henning Vogler

Trotz steigender Automatisierung stellt der Mensch weiterhin einen zentralen Produktivitätsfaktor in der industriellen Montage dar. Zur Unterstützung der Mitarbeiter werden Montageassistenzsysteme eingesetzt. Dieser Beitrag stellt ein neuartiges Assistenzsystem vor, welches neben prozessbezogener Assistenz auch menschzentrierte Funktionalitäten umsetzt. Zudem wird eine Evaluationssystematik auf Basis von prozessorientierten und mitarbeiterorientierten Parametern vorgestellt. Ausgangspunkt der Forschung stellt die Analyse des Stands der Technik auf Basis einer Marktanalyse von Montageassistenzsystemen dar.

[mehr]



Virtuelle und digital gestützte Interaktionssysteme - Potenziale und Herausforderungen im Kollektionsentwicklungsprozess der Bekleidungsind

Franziska Moltenbrey und Meike Tilebein

Multichannel-Shopping, Social Commerce, Digital Store – die Einkaufsmöglichkeiten in der Bekleidungsindustrie haben sich in den letzten Jahren enorm verändert und der Einzelhandel ist im Wandel. War es früher der Handel, der die Impulse vorgegeben hat, sind es heute auch die Kundinnen und Kunden, die mit ihren anspruchsvollen Bedürfnissen den Markt steuern. Wo ein Überangebot an Produkten und zahlreiche Shopping-Möglichkeiten vorhanden sind, bieten Interaktivität, Individualisierung und Informationen rund ums Produkt wichtige Differenzierungsmöglichkeiten. Bisher beschränken sich die Business-to-Consumer-Interaktionen (B2C) in der Bekleidungsindustrie jedoch im Wesentlichen auf die Produktkonfiguration und -betrachtung. Um am Markt bestehen und schnell auf Trends reagieren zu können, werden durchgängige, flexible und interaktive Entwicklungskonzepte benötigt. Im vorliegenden Beitrag werden daher neue, digital gestützte Ansätze und ihre Einsatzmöglichkeiten im Kollektionsentwicklungsprozess der Bekleidungsindustrie vorgestellt. Sie zeigen wie Kundinnen und Kunden mithilfe solcher digitalen Interaktionssysteme Einfluss auf die Kollektionsentwicklung nehmen und damit Teil des Entwicklungsprozesses werden können.

[mehr]



Digitalisierung

Digitalisierung messbar machen - Ein soziotechnisches KPI-Modell für die digitale Transformation

Felix Krol, Birgit von See und Wolfgang Kersten

Eine erfolgreiche digitale Transformation hin zum Zielbild der Industrie 4.0 ist heute bereits für viele Unternehmen ein entscheidendes Wettbewerbskriterium. Die anhaltende globale COVID-19-Pandemie hat die Notwendigkeit der Digitalisierung in den Unternehmen deutlich gemacht und diese zusätzlich beschleunigt. Insbesondere in dieser Zeit sind die Unternehmen jedoch mit einer ungewissen Auftrags- und Ertragslage konfrontiert und müssen ihre Investitionsbudgets zielgerichtet einsetzen. Als Entscheidungsgrundlage bietet sich die Bestimmung der digitalen Reife mithilfe eines fundierten Kennzahlensystems an. Dieser Beitrag entwickelt ein solches soziotechnisches Digitalisierungs-KPI-Modell entlang der Dimensionen „Strategie und Führung“, „Digitalkompetenzen/Humankapital“ und „Intelligente Prozesse“. Das Modell kann zukünftig als Grundlage für die Bestimmung des digitalen Reifegrads und darauf aufbauend der Allokation von Digitalisierungs-Investitionen genutzt werden.

[mehr]



Digitalisierung

Soziotechnische Systeme: Der Mensch in der Industrie 4.0 - Ein Vorgehensmodell zur Analyse

Sven Winkelhaus, Anke Sutter, Eric Grosse und Stefan Morana

Die Einführung neuer Technologien im Zuge von Industrie 4.0 verspricht umfangreiche Effizienz- und Qualitätssteigerungen. Jedoch verändert die Einführung neuer Technologien auch die Arbeitsumgebung für die Beschäftigten. Wird dies vernachlässigt, kann es zu nicht antizipierten negativen Auswirkungen auf das Gesamtsystem kommen. Eine ganzheitliche Sicht auf das soziotechnische System ist notwendig, um diese Effekte bereits bei der Planung zu erkennen und negativen Effekten vorzubeugen. Hierzu wird in diesem Beitrag ein Vorgehensmodell zur Analyse der sich bei der Einführung einer neuen Technologie ergebenen Effekte vorgestellt. Mit der dargestellten Vorgehensweise ist es möglich, strukturiert den Analyseprozess zu durchlaufen und individuell Maßnahmen abzuleiten, um das soziotechnische Gesamtsystem aktiv zu gestalten.

[mehr]



Prozessmanagement

IT-gestütztes Prozessmanagement - Entwicklungsstand und Anwendungsmöglichkeiten in der Baubranche

Tim Scherzinger, Sabrina Guschlbauer und Fabian Diefenbach

Building Information Modeling (BIM)-Systeme repräsentieren einen ersten Schritt in Richtung eines digitalisierten und somit transparenteren Bauprozesses. Dabei wird jedoch aktuell meist nur die Planungsphase betrachtet. Somit müssen für die Bauphase oftmals zusätzliche Geschäftsprozessmodelle angefertigt werden. Diese Modelle sind nur selten mit einzelnen Geschäftsfällen verknüpft, sodass es schwerfällt, Aussagen über den Zustand eines laufenden Prozesses zu treffen, Kennzahlen zu erfassen oder den Prozess zu steuern und zu optimieren. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in eine Studie der Hochschule Esslingen mit dem Familienunternehmen LEONHARD WEISS, die die Einführung eines Workflow-Management-Systems in der Baubranche als möglichen Lösungsansatz untersucht hat.

[mehr]