Interview

Sensoren oder Gaumen?

Ann-Kathrin Rohde ist Wissenschaftlerin am Bremer Institut für Produktion und Logistik und kennt die Prozesse bei der Herstellung von Feinkostlebensmitteln. Und hier wird noch persönlich abgeschmeckt. Doch die Geschmacksnerven bekommen Konkurrenz – von Sensoren.

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Datenqualitätssteigerung als Enabler des Physical Internets - Steigerung von Datenqualität mittels Methoden der Datenfusion und der Entscheidungsfusion

Jokim Janßen und Tobias Schröer

Das Physical Internet (PI) basiert auf einer physischen, digitalen und operativen Interkonnektivität, ohne die ein weltweit fragmentiertes und standardisiertes Gütertransportsystem nicht effizient arbeiten könnte. Zur Selbststeuerung von globalen Warenströmen sind valide Eingangsdaten notwendig [1]. Darüber hinaus ist ein hohes Vertrauen in Steuerungsentscheidungen für eine weitreichende Akzeptanz aller Akteure und Kunden der Logistikbranche unabdingbar. Diese beiden Ziele können nur durch eine hohe Datenqualität erreicht werden. Neben der Erhöhung der Datenqualität durch Automatisierung oder Einsatz von erweiterter Sensorik [2] bieten Methoden der Datenfusion und der Entscheidungsfusion große Potenziale [3]. Dieser Beitrag beschreibt ein methodisches Vorgehen zur Analyse dieser Potenziale. Darüber hinaus wird anhand eines Transitcenters dieses Vorgehen beispielhaft durchgeführt.

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Physisches Internet im Quartier - Konzeption eines generischen Gestaltungsrahmens

Iris Hausladen, Philipp Hentze und Andreas Matthes

Die städtische Bevölkerung wächst und mit ihr die Notwendigkeit den entstehenden Herausforderungen mit nachhaltigen Lösungen zu begegnen. Das Konzept des Physischen Internets (PI) stellt einen solchen Lösungsansatz dar, welcher einerseits die komplette Lieferkette miteinbezieht, aber auch direkt auf das städtische Quartier wirkt. Gleichzeitig bringt dessen Umsetzung jedoch auch Anforderungen an die Einbindung des Quartiers mit sich, womit die Anpassung verschiedener urbaner Merkmale erforderlich wird. Dieser Beitrag schafft dafür einen generischen Gestaltungsrahmen.

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Steuerung adaptiver Systeme mittels digitalem Zwilling - Mensch-Technik-Interaktion während des Produktlebenszyklus am Beispiel der Containerentladung

Lennart Rolfs, Nils Hoppe, Christoph Petzoldt, Jasper Wilhelm, Thies Beinke und Michael Freitag

Mit bedienerseitigen Eingriffsmöglichkeiten erlauben semi-autonome Systeme eine bessere Bewältigung auftretender Komplexitäten als vollautonome Systeme. Der Einsatz eines digitalen Zwillings ermöglicht eine neuartige Schnittstelle für die Interaktion mit solchen Systemen. Dieser Beitrag beschreibt die Implementierung der Steuerung und Nutzerschnittstelle in einem System mit digitalem Zwilling. Es wird gezeigt, wie die entwickelte Steuerungsarchitektur die Einbindung verschiedener Methoden der Mensch-Technik-Interaktion und die Durchführung virtueller Schulungen ermöglicht. Auf diese Weise kann die Steuerung des Systems über die Betriebsphase hinaus in anderen Phasen des Lebenszyklus verwendet werden.

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Transparenz in intralogistischen Prozessen - Transparenzsteigerung in der Logistik durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien

Franziska Baumgärtel, Luise Weißflog und Ralph Riedel

Steigende Komplexität, Variantenvielfalt, erhöhte Kundenanforderungen, kurze Durchlauf- und Lieferzeiten – mithilfe von Industrie 4.0 sollen die in den letzten Jahren stetig wachsenden neuen Anforderungen an die Produktionsunternehmen beherrschbar gemacht werden. Die häufigste Thematik stellt dabei die fehlende Transparenz und die effiziente Gestaltung der intralogistischen Prozesse dar. Im Rahmen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Chemnitz konnte in verschiedenen Projekten der Einsatz von Auto-ID zur transparenten und effizienten Gestaltung der Intralogistik aufgezeigt werden, so beispielsweise in einem Umsetzungsprojekt mit einem KMU der Region, bei dem die Reduzierung des Suchaufwands erreicht werden sollte. Der Einsatz moderner Informationsund Kommunikationstechnologien schafft Transparenz und hat einen positiven Einfluss, auf die Produktion, die Arbeitsabläufe sowie auf die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.

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Selbsteinlastende Arbeitsplatzsysteme in der Logistik - Vernetztes Arbeitsplatzsystem zur proaktiven Engpassvermeidung innerhalb anspruchsvoller Intralogistikprozesse

Patrick Adler, Holger Dander und Gerd Witt

Logistische Prozesse, insbesondere sogenannte Mehrwertdienste, sind auch heute noch geprägt von variantenreicher manueller Tätigkeit. Ergänzende Dienstleistungen kurz vor dem Versenden der Ware werden als Mehrwertdienste bezeichnet. Gemeinhin werden zur Durchführung dieser Tätigkeiten vornehmlich un- oder niedrigqualifizierte Mitarbeitende eingesetzt. Zur Unterstützung dieses Personenkreises sowie zur wirtschaftlichen Gestaltung von Mehrwertdiensten wird ein System entwickelt, welches Mitarbeiterkompetenzen und technische Arbeitsplatzausstattung aufgrund der individuellen Auslastung vernetzt. Die bislang zufällige Verteilung auf die Arbeitsplatzsysteme stellt hohe Ansprüche an Qualifikation der Mitarbeitenden sowie Ausstattung am Logistikarbeitsplatz. Die erstmalige Berücksichtigung des Arbeitsplatzsystems bei der Vernetzung soll eine proaktive Engpassvermeidung durch algorithmenbasierte Einsatzplanung sowie eine durchgängig digitale Prozesskette sicherstellen. Die Komplexität der Aufträge und deren Mehrwertdienste kann auf diese Weise an das spezifische Arbeitsplatzsystem angepasst werden. Durch eine Simulation der Auswirkungen von veränderten Arbeitsplatzausstattungen kann die Anzahl und Ausstattung der Arbeitsplätze optimiert und damit Einsparpotenzial aufgezeigt werden. Der selbstentwickelte Algorithmus kann darüber hinaus in weiteren Branchen zum Einsatz kommen.

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Multiagentensysteme im Supply Chain Management - Ansätze aus der Hafenlogistik und dem Supply Chain Finance

Alexandra Fiedler, Dirk Sackmann und Hans-Dietrich Haasis

Eine Lieferkette ist ein weltweites Netzwerk von Lieferanten, Herstellern, Lagern, Vertriebszentren und Einzelhändlern, über das Rohstoffe beschafft, umgewandelt und an Kunden geliefert werden. In den letzten Jahren hat sich ein neuer Systemansatz für das Management der Lieferkette auf taktischer und operativer Ebene herausgebildet. Dieser sieht eine Versorgungskette als ein Zusammenspiel von intelligenten (Software-)Agenten an, die für eine oder mehrere Aktivitäten verantwortlich sind und mit anderen verwandten Agenten bei der Planung und Ausführung von Aufgaben interagieren. In diesem Beitrag werden zwei Anwendungsbeispiele sogenannter Multiagentensysteme für das Supply Chain Management vorgestellt.

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Product Wheel: Produktionsnivellierung in der Prozessindustrie - Vorgehensmodell, Erfolgsfaktoren und Case Study

Christopher Borgmann und Carsten Feldmann

Auslastungsschwankungen führen zu temporären Über- und Unterlastungen in der Fertigung sowie zu Beständen. Nivellierung (jap. Heijunka) als Methode des Lean Managements entkoppelt Fertigungssysteme von der volatilen Kundennachfrage, um diese Verschwendung zu vermeiden. Die Glättung erzielt eine gleichmäßig hohe Auslastung der Fertigungskapazitäten bei kurzen Durchlaufzeiten und niedrigen Umlaufbeständen. Während für die Fertigungsindustrie empirisch bewährte Nivellierungsmethoden zur Verfügung stehen, besteht in Bezug auf die Prozessindustrie eine Forschungslücke. Dieser Beitrag beschreibt das Product Wheel und dessen Validierung bei einem Dämmstoffhersteller, um diese Lücke zu schließen.

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Logistik

Logistikplattformen als Treiber für smarte Ökosysteme - Supply Chain Visibility als initialer Schritt für Transparenz und Steuerung von integrierten Real-time Supply Chains

Daniel Roy und Matthias Fellenberg

Märkte sind durch den Megatrend der Plattformisierung erheblichen Veränderungen ausgesetzt [1]. Für zuvor isolierte Märkte, wie z. B. Smart Factory, Smart Logistics oder Smart Grids bietet sich dadurch das Potenzial, vernetzt „smarte Ökosysteme“ entstehen zu lassen. Logistikplattformen als Instrument der Vernetzung sind ein wesentlicher Treiber für diese Plattformökonomie. In der Anwendung für Supply Chain Visibility fördern Logistikplattformen die Transparenz und Steuerung von Logistikketten und stellen dadurch einen wesentlichen ersten Schritt hin zu smarten Ökosystemen dar.

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