Logistik

Harmonisierung von Elektromobilität und verteilten Energienetzen

Tobias Sprodowski, Jürgen Pannek

Die zunehmende Präsenz von Elektrofahrzeugen sowie der Ausbau erneuerbarer Energien stellen sowohl das Mobilitätsverhalten wie auch die Infrastruktur der Energienetzwerke vor neue Herausforderungen. Die Lösung dieser Probleme erlaubt dabei Synergieeffekte zwischen diesen Feldern. So stellen die Elektrofahrzeuge verteilte Speicherkapazitäten dar, die bei der Aufrechterhaltung der Netzstabilität dringend erforderlich sind. Um deren Präsenz im Gesamtnetz zu gewährleisten, müssen diese zumindest abschnittsweise dem Energienetz zur Verfügung stehen. Hierzu ist ein Gedankenwechsel notwendig, da die Batterien der Fahrzeuge hierzu nicht nur geladen, sondern auch entladen werden müssen. Seitens der Infrastruktur können hierfür in einem ersten Schritt Ladestationen genutzt werden. Zur dauerhaften Präsenz der Fahrzeugenergiespeicher im Energienetz ist zudem die drahtlose Ladung und Entladung durch induktive Energieübertragung in den Straßen denkbar. Die Umsetzung auf Bundesautobahnen würde in diesem Zuge die Reichweitenrestriktion von Elektrofahrzeugen eliminieren. Eine notwendige Voraussetzung für ein derartiges System ist die verteilte Regelung sowohl der Fahrzeuge wie auch des Energienetzes. Ziel dieses Beitrags ist es, die nötige Koordinierung zu minimieren und dennoch ein stabiles Verhalten des Gesamtsystems sicherzustellen.

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Digitalisierung

Cyber-Physical Systems - Intelligenz ist eine Summe von Eigenschaften

Volker Gruhn

Cyber-Physical Systems – die enge Verknüpfung digitaler Systeme und Modelle mit Gegenständen und Abläufen der realen Welt – können in Prozessen sehr eigenständig und flexibel arbeiten. Diese Fähigkeit ermöglicht es Unternehmen, bestehende Abläufe zu verbessern beziehungsweise gänzlich neue zu gestalten. Dass CPS dieses intelligent wirkende Verhalten zeigen, liegt an den grundlegenden Eigenschaften, die sie mitbringen. CPS sind flexibel, autonom, mobil und kontextsensitiv.

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Produktionssysteme

DataViSon: ein Schritt hin zur dezentralen Produktionssteuerung

Thomas Felberbauer, Thomas Moser, Michael Iber, Franz Fidler

Das Forschungsprojekt Analytic Manufacturing (ANAMA) beschäftigt sich mit der Verzahnung der taktischen und operativen Planungsebene und repräsentiert einen wesentlichen Zwischenschritt zur finalen dezentralen Steuerung der Produktion. Einerseits muss in Unternehmen dazu technisch ein übergelagerter Datenlayer implementiert werden, der unterschiedliche Datenebenen konsolidiert. Andererseits werden, basierend auf dieser konsolidierten Datenbasis, die Forschungsfelder „Visual Analytics“ und „Sonifikation“ (akustische Datenanalyse) zur Verbesserung der Feedbackschleife von operativer und taktischer Planung eingesetzt. Durch die Kombination der beiden Forschungsfelder entsteht die neuartige Methodik „DataViSon“.

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